Aschaffenburg
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Aschaffenburg Werbeartikel
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Die Hochschulstadt Aschaffenburg [ ist eine kreisfreie Stadt im
bayerischen Regierungsbezirk Unterfranken, Teil der Metropolregion
Frankfurt Rhein-Main und größte Stadt der Region Bayerischer
Untermain. Aschaffenburg gilt als das Tor zum Spessart und wird wegen
seines milden Klimas auch das Bayerische Nizza genannt. Mit seinen
knapp 70.000 Einwohnern ist Aschaffenburg zudem nach Würzburg die
zweitgrößte Stadt im Regierungsbezirk Unterfranken.
Aschaffenburg ist Sitz des Landratsamtes Aschaffenburg und der
Hochschule Aschaffenburg.
Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Unterfranken
Landkreis: Kreisfreie Stadt
Höhe: 138 m ü. NN
Fläche: 62,57 km²
Einwohner: 68.672 (31. März 2007)
Bevölkerungsdichte: 1098 Einwohner je km²
Postleitzahlen: 63701–63743 (alt: 8750)
Vorwahlen: 06021,06028
Kfz-Kennzeichen: AB
Gemeindeschlüssel: 09 6 61 000
Stadtgliederung: 10 Stadtteile
Adresse der Stadtverwaltung: Dalbergstraße 15
63739 Aschaffenburg
Webpräsenz: www.aschaffenburg.de
Oberbürgermeister: Klaus Herzog (SPD)
Geschichte
Mittelalter
Aschaffenburg, im Mittelalter Ascaffaburc (Burg am Eschenwasser nach
dem Flüsschen Aschaff) genannt, wurde im 5. Jahrhundert von den
Alemannen gegründet, erste Siedlungshinweise finden sich bereits
aus der Steinzeit. Seit dem 10. Jahrhundert (erste heute bekannte
urkundliche Erwähnung im Jahre 957) bis zum
Reichsdeputationshauptschluss im Jahre 1803 gehörte Aschaffenburg
zum Mainzer Kurfürstentum und war damals die Zweitresidenz der
Mainzer Erzbischöfe. Das vom Erzstift Mainz weltlich beherrschte
Territorium war im gesamten Mittelalter und in der Frühen Neuzeit
sehr stark fragmentiert und der größte zusammenhängende
Teil („Oberes Erzstift“) befand sich um Aschaffenburg herum
im Bereich des heute so genannten Bayerischen Untermain. Deshalb war
die Stadt ein bedeutender Verwaltungssitz und häufiger
Aufenthaltsort der Erzbischöfe und Kurfürsten. Im Jahre 975
wurde mit dem Bau der Stiftskirche St. Peter, später St. Peter und
Alexander, begonnen. 989 ließ der Erzbischof von Mainz, Willigis,
eine Holzbrücke über den Main bauen. Um 1122 befestigte der
Erzbischof Adalbert I. von Saarbrücken die Siedlung. 1144 erhielt
Aschaffenburg das Marktrecht und 1161 Stadtrechte.
Neuzeit
Die Stiftsherren von St. Peter und Alexander beauftragten 1516
„Mathis, den Maler“ (heute bekannt als Matthias
Grünewald) mit der Erstellung von Altargemälden. Der Mainzer
Erzbischof und Kurfürst Albrecht von Brandenburg residierte
ursprünglich in Halle an der Saale, wo er sich als großer
Kunstmäzen erwies und besonders Lucas Cranach umfangreiche
Aufträge erteilte. Als er aufgrund der Ereignisse der Reformation
1541 aus Halle fliehen musste, verlegte er seine Residenz nach
Aschaffenburg und nahm viele seiner gestifteten Kunstschätze mit.
So kamen mehrere Cranach-Bilder und ein Reliquien-Kalender – zu
jedem Tagesheiligen wurde eine Reliquie gesammelt – in den Besitz
der Stiftskirche St. Peter und Alexander in Aschaffenburg. Von hier aus
führte Albrecht auch mit Martin Luther den berühmten
Schriftwechsel zum Ablasshandel. Nach der Zerstörung der alten
Burg im Jahre 1552 im Markgräflerkrieg ließ 1605 Johann
Schweikhard von Kronberg das Schloss Johannisburg errichten, das 1619
fertig gestellt war. 1803 wurde Aschaffenburg Hauptstadt des neu
gegründeten Fürstentums Aschaffenburg und von 1810 bis 1813
Hauptstadt des Großherzogtums Frankfurt, in dem das
Fürstentum Aschaffenburg aufgegangen war. Am Ende der
Befreiungskriege, nach dem Wiener Kongress 1814, kam das Gebiet des
Fürstentums zusammen mit dem Großherzogtum Würzburg zu
Bayern, wozu es seitdem gehört. 1835 bis 1865 war Adalbert von
Herrlein Bürgermeister von Aschaffenburg, während seiner
Amtszeit kam es zu einem rasanten Anstieg der Einwohnerzahlen. 1840 bis
1848 ließ König Ludwig I. von Bayern das Pompejanum
errichten. Während des Deutschen Krieges fanden in Aschaffenburg
am 14. Juli 1866 Kampfhandlungen statt (siehe Gefechte bei
Aschaffenburg). 1904 eröffnete in Aschaffenburg die erste
Fahrschule Deutschlands. Im Zweiten Weltkrieg wurde Aschaffenburg bei
Herannahen der US-Armee im Frühjahr 1945 zur „Festung“
erklärt und sollte unter allen Umständen gehalten werden. Das
hatte schwere Zerstörungen der Stadt und der Dörfer in der
Umgebung durch Artilleriebeschuss und Luftangriffe zur Folge. Auch
unter der Zivilbevölkerung gab es viele Tote. In der Karwoche 1945
konnten US-Truppen schließlich in einem neun Tage andauernden
Gefecht über die unzerstört gebliebene Nilkheimer
Eisenbahnbrücke durch Schweinheim von Süden nach
Aschaffenburg vordringen. Wichtige Denkmäler wie das Schloss
Johannisburg und das Pompejanum wurden bei den Kampfhandlungen schwer
beschädigt. Das Schloss wurde ab 1954 wieder aufgebaut, das
Pompejanum erst in der Zeit von 1984 bis 1994. Heute beherrschen beide
Bauten wieder das Bild der Stadt, vom Main aus gesehen. Nach dem Ende
des Zweiten Weltkriegs 1945 gehörte Aschaffenburg zur
Amerikanischen Besatzungszone. Die amerikanische Militärverwaltung
richtete ein DP-Lager ein zur Unterbringung so genannter Displaced
Persons (DP). Die meisten von ihnen stammten aus der Ukraine und aus
Polen. Zwischen 1955 und 1961 wurde die Autobahn A3 fertiggestellt. Die
Stiftskirche St. Peter und Alexander erhielt 1958 den päpstlichen
Titel Basilika minor, wurde also zur Stiftsbasilika St. Peter und
Alexander. Im Jahre 1978 initiierte Guido Knopp einen
Geschichtsdiskurs, die jährlich stattfindenden Aschaffenburger
Gespräche, die mittlerweile zu einem festen Bestandteil der
Geschichtsdiskussion in Deutschland geworden sind. Die Fachhochschule
Würzburg-Schweinfurt eröffnete 1995 in den ehemaligen
Räumen der amerikanischen Garnison eine Außenstelle in
Aschaffenburg (in dieser Zeit Fachhochschule
Würzburg-Schweinfurt-Aschaffenburg), die bald darauf zur
selbständigen Fachhochschule Aschaffenburg (später Hochschule
Aschaffenburg) wurde.
Einer Sage zufolge soll der Kapuzinerpater Bernhard von Trier Schloss
und Stadt 1631 vor der Plünderung durch die Truppen des
schwedischen Königs Gustav Adolf auch durch seine Pfiffigkeit
gerettet haben. Nachdem er die Schlüssel der Stadt übergeben
hatte, ließ der schwedische König vernehmen, dass er es sehr
schade fände, das erst wenige Jahre zuvor fertiggestellte Schloss
niederbrennen zu müssen, da er es leider nicht mit nach Schweden
nehmen könne. Der Kapuziner meinte jedoch, er könne dies
durchaus tun, er müsse es einfach dorthin rollen. Fragend runzelte
Gustav Adolf die Stirn und der schlaue Pater verwies auf die unter
jedem der zahlreichen Fenster eingemeißelten Räder (das
Mainzer Wappen). Daraufhin musste der König lachen und verzichtete
auf eine Zerstörung.
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