Basel
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Geschichte
Erste Siedlungsspuren auf dem Gebiet des heutigen Basels reichen ins 5. Jahrhundert v. Chr. zurück, als Kelten sich am Rheinknie niederliessen. Um 150 v. Chr. entstand am Westrand der heutigen Stadt eine keltische Siedlung, die um 80 v. Chr. durch ein Oppidum (Siedlung mit Befestigungswall) abgelöst wurde. Nach der Gründung der römischen Kolonie Augusta Raurica 44/43 v. Chr. auf dem Gebiet der heutigen Gemeinden Augst und Kaiseraugst geriet auch die befestigte Siedlung auf dem Münsterhügel unter römische Herrschaft. Der Ortsname Basilia wurde 374 erstmals urkundlich erwähnt. Damals bestand auf dem Münsterhügel ein Militärkastell, das die Invasion von germanischen Stämmen aus dem Norden ins Römische Reich verhindern sollte. Als um 400 die römischen Truppen abzogen, siedelten sich die Alamannen in Basel an, Ende des 5. Jahrhunderts fiel Basel an die Franken und um 900 kam die Stadt an das Königreich Hochburgund. 1032 wurde Basel dem Heiligen Römischen Reich angegliedert. Bereits im frühen 7. Jahrhundert ist ein Bischof bezeugt, der wie seine Nachfolger wohl bereits die Herrschaft in der Stadt ausübte. Die Stadt wurde 917 durch die Ungarn zerstört. Im Beisein des Kaisers Heinrich II. wurde 1019 ein Neubau des Münster geweiht. Gegen 1100 erhielt die Stadt die erste Stadtmauer; weitere folgten in der Mitte des 13. und gegen Ende des 14. Jahrhunderts. Unter Bischof Heinrich von Thun erfolgte um 1225 der Bau der ersten Basler Rheinbrücke und in der Folge entstand die Stadt Kleinbasel zur Brückensicherung. Zwei äusserst schwere Schicksalsschläge musste die Stadt im 14. Jahrhundert verkraften: 1348 starb annähernd die Hälfte der Bevölkerung während einer Pestepidemie und nur acht Jahre später (1356) ereignete sich das Basler Erdbeben. Das bis heute schwerste Erdbeben Mitteleuropas forderte zwar nur wenig Opfer, doch der anschliessende Grossbrand legte grosse Teile der Stadt in Schutt und Asche. Die Bürgerschaft von Grossbasel erwarb 1392 von Bischof Friedrich von Blankenheim die Stadt Kleinbasel für 29.800 Gulden. In dieser Zeit erwarb sich die Stadt vom Bischof auch pfandweise die wichtigsten Herrschaftsrechte (Münz- und Zollrecht, Schultheissengericht etc.), führte aber dennoch den Bischofsstab im Wappen. Das Konzil von Basel, das 1439 den Gegenpapst Felix V. wählte (? Papstwahl am Basler Münster), tagte von 1431 bis 1449 in der Stadt. Um 1433 begann die Papierfabrikation in Basel. Ein eidgenössisches Kontingent unterlag 1444 in der Schlacht bei St. Jakob dem französisch-österreichischen Heer. Die Universität wurde 1460 durch Papst Pius II. gestiftet, die erste Universität im Gebiet der heutigen Schweiz. 1471 verlieh Kaiser Friedrich III. der Stadt das Messeprivileg. Um diese Zeit wurde in Basel auch der Buchdruck eingeführt. In der Folge kam es zu einem kulturellen Aufschwung: Neben dem Humanisten Erasmus von Rotterdam weilten auch Paracelsus, Sebastian Brant und Hans Holbein der Jüngere in Basel. Im Schwaben- bzw. Schweizerkrieg 1499 wandte sich Basel der Eidgenossenschaft zu, der es am 13. Juli 1501 als 11. Ort beitrat. Eine Änderung in der Ratsverfassung, die den Zünften die Vormachtstellung sicherte, erfolgte 1521. Nach einem Zunftaufstand trat Basel 1529 zur Reformation über. Am 12. Mai 1529 siedelten die Domherren und Kapläne, welche nicht zur Reformation wechselten oder auf ihre Nebenpfründen zogen, nach Freiburg im Breisgau um. Am 28. August 1529 schloss das Domkapitel mit der Stadt Freiburg einen Vertrag über die rechtlichen und steuerlichen Belange, den Erwerb von Häusern, Kapitel- und Amtshaus, sowie über die Benützung des Münsters. Damit war Basel nicht mehr der Sitz des Bischofs und auch nicht mehr des Domkapitels und wurde es auch nie wieder. Verwaltungssitz des Domkapitels war ab 1587 der Stürtzelsche Hof, heute Basler Hof genannt. 1543 erschien in Basel das erste komplette Lehrbuch der menschlichen Anatomie De Humanis Corporis Fabrica (Über den Bau des menschlichen Körpers) von Andreas Vesalius (1514–1564). Das Gymnasium wurde 1589 in der Nachfolge der Lateinschule des Domstifts gegründet (heute Gymnasium am Münsterplatz). Während eines Zeitraums von 50 Jahren wurde Basel von fünf schweren Pestepidemien heimgesucht: Von 1563 bis 1564 starben in der «Grossen Sterbendt» 4000 Einwohner – ein Drittel der damaligen Stadtbevölkerung. Die Pest kehrte in den Jahren 1576–1578 (ca. 800 Tote), 1582–1583 (ca. 1200 Tote), 1593–1594 (ca. 900 Tote) und ein letztes, aber vernichtendes Mal 1609–1611 (ca. 3600 Tote) zurück. Der Ankauf des Amerbachschen Kunstkabinetts, der Grundstock aller städtischen Sammlungen, insbesondere des Kunstmuseums, erfolgte 1662. Die Gründung des Handelshauses Johann Rudolf Geigy ist auf 1758 datiert, 1795 beendete der Friede von Basel den Krieg zwischen Frankreich, Spanien und Preussen. Als 1815 der Wiener Kongress die ewige bewaffnete Neutralität der Schweiz anerkannte, wurde das ehemalige Fürstbistum Basel zwischen Bern und Basel aufgeteilt: Der Jura und das Laufental gingen an Bern, während Basel das Birseck zugesprochen wurde. 1833 wehrten sich die Landgemeinden (Baselbiet) nach längerem Widerstand erfolgreich gegen die Dominanz der Stadt. Nach der Schlacht an der Hülftenschanz, welche die Stadt verlor, konstituierten sich die Landgemeinden als eigener Halbkanton Basel-Landschaft, nur die rechtsrheinischen Gemeinden Riehen, Bettingen und das 1907 in die Stadt eingemeindete Kleinhüningen verblieben bei Basel und bildeten fortan den Halbkanton Basel-Stadt, siehe auch Basler Kantonsteilung. Der erste Zug der Schweiz fuhr 1844 von St. Louis her in Basel ein. 1849 erfolgte der Bau der Museen an der Augustinergasse und nach 1859 wurden die Stadtmauern geschleift; nur einige der grösseren Tore wie das Spalentor blieben erhalten. Vom 26. bis zum 29. August 1897 fand der von Theodor Herzl organisierte 1. Zionistischen Weltkongress in Basel statt. Auf dem Kongress wurde die «Schaffung einer öffentlich und gesetzlich gesicherten Heimat für das jüdische Volk in Palästina» beschlossen. Zu diesem Zweck wurden ein Fonds und eine jüdische Bank gegründet. 400 Jahre nach dem Bau wurde 1901 das Rathaus renoviert und erweitert. Während des Zweiten Weltkriegs wurde Basel irrtümlich von den Alliierten bombardiert und leicht beschädigt. Der Flughafen Basel Mulhouse Freiburg wurde 1953 als der erste binationale (seit 1993 trinationale) Flughafen der Welt eingeweiht. Seine zweitausendjährige Stadtgeschichte feierte Basel 1957. Die Regio Basiliensis für die grenzüberschreitende Zusammenarbeit wurde 1963 gegründet. 1966 erhielten die Frauen das kantonale Stimmrecht und die Wiedervereinigung von Basel-Stadt und Baselland scheiterte 1969 am Nein der Stimmberechtigten in Baselland. Am 1. November 1986 ereignete sich im nahen Schweizerhalle ein schwerer Chemiebrand, der glimpflich ausging. Dennoch heulten in Basel zum ersten Mal seit dem Zweiten Weltkrieg frühmorgens die Sirenen. 1989 wurde das Basler Übereinkommen zur Kontrolle der grenzüberschreitenden Abfallwirtschaft in Basel zur Unterschriftsreife gebracht. In den 1990ern erfolgte die Fusion von Sandoz und Ciba-Geigy zu Novartis, sowie des Schweizerischen Bankvereins und der Schweizerischen Bankgesellschaft zur UBS. Erstmals seit 1950 gibt es in Basel wieder eine linke Regierungsmehrheit, seit es 2004 durch die Stadtwahlen rotgrün wurde. 2006 erhielt Basel-Stadt eine neue Verfassung, die u. a. nach den nächsten Wahlen die Verkleinerung des Grossen Rat auf 100 (statt 130) Mitglieder und die Einführung des Amtes eines Regierungspräsidenten vorsieht.
Politik
Das Basler Stadtmarketing verwendet seit 2000 den Slogan „Basel tickt anders“. Dies hängt auch damit zusammen, dass die Basler Bevölkerung bei eidgenössischen Abstimmungen meist linksliberal und europafreundlich, ganz im Gegensatz zur restlichen Deutschschweiz, abstimmt und damit den sogenannten Röstigraben durchbricht. Früher wurde auch von der „deutschsprachigen Romandie“ gesprochen, doch seitdem sich das Abstimmungsverhalten in der Westschweiz in Fragen der Aussenpolitik demjenigen in der Deutschschweiz annähert, kann davon nicht mehr die Rede sein. Da Basel aber von keinen ländlichen Gebieten umschlossen ist wie andere Kantone fällt bei Abstimmungen jeweils die Meinung, wie in Schweizer Städten üblich, eher linksliberal aus. Wirtschaft und Infrastruktur Basel kommt aufgrund seiner zentralen Lage in Mitteleuropa eine besonders wichtige und bevorzugte handelsgeografische Bedeutung zu. Der Lebens- und Wirtschaftsraum am Dreiländereck umfasst über 2,3 Millionen Einwohner und über 1 Million Erwerbstätige (Stand: 2001). Basel ist Standort und teilweise Hauptsitz vieler chemischer Betriebe. Zusammen mit den Fabriken im benachbarten Schweizerhalle stellt Basel 20 % des Schweizer Exports und erwirtschaftet ein Drittel des Sozialproduktes. Neben der Chemie sind ebenfalls die Industriezweige der Maschinen- und Metallproduktion, Textilien und der Nahrungs- und Genussmittel angesiedelt. Die jahrhunderte lange Tradition im Buchdruck und in der Papierherstellung hat dazu geführt, dass mehrere Verlage in Basel beheimatet sind. Seit 1917 hat sich aus der Schweizer Mustermesse, einer nationalen Leistungsschau, ein europaweit bedeutender Messestandort entwickelt. Das Messezentrum Basel trägt jedes Jahr zahlreiche Fachmessen und Kongresse aus, unter anderem die «Art Basel», die weltweit wichtigste Messe für zeitgenössische Kunst und die «Baselworld», die weltweit grösste Uhren- und Schmuckmesse. Ebenfalls traditionell begründet ist die starke Bedeutung Basels als Kapital- und Bankenzentrum. Seit dem späten Mittelalter war Basel ein bedeutender Bankenplatz. Neben vielen Banken und Versicherungen hat die Bank für Internationalen Zahlungsausgleich (BIZ) hier ihren Sitz. Die Schweizer Nationalbank (SNB) hat in Basel eine Vertretung. Ansässige Unternehmen Basel ist, neben Zürich, der grösste Standort für Banken und Versicherungen in der Schweiz. In Basel hat die Privatbank Sarasin ihren Hauptsitz ebenso wie die UBS, die neben Zürich auch Basel als Hauptsitz gewählt hat. Folgende Versicherungen haben in Basel ihren Hauptsitz: Bâloise, Helvetia, Nationale Suisse und die PAX. Die Standorte konzentrieren sich zumeist auf oder in der Nähe des Aeschenplatzes. Am Aeschenplatz war bis 1998 auch die Basler Börse gelegen. In Basel ist der Verband der Schweizerischen Bankiervereinigung ansässig, die 1912 hier gegründet wurde. Viele Chemiekonzerne sind ebenfalls in Basel beheimatet, u.a. die Ciba SC, die Novartis (ehemals Ciba-Geigy und Sandoz), Roche und Syngenta. In Basel ist der Sektor Transport und Logistik durch die Firmen Panalpina und SBB Cargo vertreten. Die grösste schweizerische Fluggesellschaft Swiss hat ebenfalls ihren Sitz in Basel. Viele bedeutende Gross- und Einzelhandelsunternehmen wie die Kaufhauskette Manor, der Hersteller von Raucherbedarfsartikel Oettinger Imex AG, der grösste Fleischproduzent der Schweiz Bell sowie das Einzelhandelsunternehmen Coop sind in Basel beheimatet. Daneben sitzen die mch Messe Schweiz AG, das Life-Sciences-Unternehmen Lonza Group AG und die Straumann in Basel.
Gastgewerbe
Das Hotel Les Trois Rois, in Grossbasel neben der Mittleren Brücke direkt am Rhein, ist eines der ältesten verbrieften Hotels Europas (erste Erwähnung 1681 als Gasthof Drei Könige). Zahlreiche Persönlichkeiten der Geschichte sind im Les Trois Rois abgestiegen (Napoléon Bonaparte, Theodor Herzl, Johann Wolfgang Goethe, Voltaire, Pablo Picasso, Thomas Mann, Marc Chagall, Richard Wagner, The Rolling Stones. Giacomo Casanova schrieb in seinen Memoiren «Wir kehrten bei dem berüchtigten Imhoff ein, der uns die Haut über die Ohren zog; aber die ‹Drei Könige› waren das beste Gasthaus der Stadt.»). Das Luxushotel gehört zu den führenden Hotels in Europa. Der klassizistische Bau aus dem Jahr 1844 (Architekt: Amadeus Merian) wurde 2004–2006 umfassend renoviert, rekonstruiert und erweitert. Als Messestandort verfügt Basel über zahlreiche weitere Hotels, überdurchschittlich viele davon im 4- und 5-Sterne-Bereich. Das älteste Wirtshaus von Basel ist der Gasthof zum Goldenen Sternen, welcher urkundlich 1346 das erste Mal erwähnt wurde und seit 1412 als eine der 13 Herrenwirtschaften den Gästen Speis und Trank anbot. Im Jahr 1501 wurden die Gesandten der 10 Orte der damaligen Eidgenossenschaft zum Willkommenstrunk empfangen. Nach einer Strassenverbreiterung der Aeschenvorstadt wurde diese Wirtschaft im Jahr 1963 abgebrochen, aber 10 Jahre später auf Initiative des früheren Sternen-Wirtes Jost Müller im St. Alban-Tal wieder aufgebaut. Spitzengastronomie wird u.a. in den Restaurants Bruderholz (im gleichnamigen Quartier) und Teufelhof geboten. Zu den bekanntesten Cafés der Stadt gehört das Grand Café Huguenin am Barfüsserplatz. Weitere historische Basler Restaurants sind das Restaurant Atlantis am Klosterberg, die Hasenburg und das Gifthüttli in der Grossbasler Altstadt.
Verlagswesen
Die Gründung der Universität Basel im Jahr 1460 brachte der Stadt und auch dem Druckgewerbe und Verlagswesen grossen Aufschwung. Zu den Papiermachern kamen über 50 Drucker, darunter so berühmte wie Petri, Amerbach und Froben. 1468 erschien eine lateinische Bibel, welche mit beweglichen Lettern von Bertold Ruppel gesetzt wurde. 1488 gründete Johannes Petri seinen Verlag, der heute das älteste bestehende Druck- und Verlagshaus ist (heute: Schwabe AG.). Mit dem berühmtesten aller Basler Drucker, Johann Froben, wurde nach 1500 Basel zu einem der führenden Verlags- und Druckorte Europas. Heute zählt Basel über 15 Buchverlage, darunter beispielsweise der namhafte Birkhäuser Verlag oder der Wissenschaftsverlag S. Karger.
Medien
In Basel und der näheren Umgebung erscheinen diverse Zeitungen: Die Basler Zeitung (baz) ist die grösste Tageszeitung der Nordwestschweiz. Daneben gibt es die kleinere Basellandschaftliche Zeitung, die in Liestal erscheint, sowie die Riehener Zeitung als unabhängige Wochenzeitung für die beiden baselstädtischen Gemeinden Riehen und Bettingen. Regionale Nachrichten erscheinen auch in den Gratiszeitungen 20 Minuten, Baslerstab und heute. Ein breites Informationsangebot bietet auch die Webzeitung OnlineReports. Auch Radiosender sind in Basel vertreten: Neben der Sendung Regionaljournal Basel des öffentlich-rechtlichen Radiosenders DRS gibt es in der Region Basel eigene private Radiosender wie Radio Basilisk, Radio Basel 1 und Radio X. Radio DRS betreibt in Basel ein Radiostudio, aus dem der Sendebetrieb von DRS 2 und DRS Virus abgewickelt wird. Ausserdem bedient der Fernsehsender Telebasel die Stadt und die Nordwestschweiz mit eigenen Programmen.
Kunst und Kultur
Basel geniesst den Ruf, eine Stadt der Musik und der Museen zu sein. Paul Sacher gründete bereits in den 1930er Jahren die Schola Cantorum Basiliensis, die zum Zentrum der Erforschung und Pflege alter Musik wurde. Das Angebot an Konzerten ist überaus reichhaltig und hochstehend. Die Knabenkantorei Basel (KKB) gilt als bester Knabenchor der Schweiz. Das Musical Theater Basel an der Messe bietet regelmässig Vorführungen an und gilt als eine der modernsten Bühnen Europas. In Basel findet jährlich eine der weltweit bedeutendsten Kunstmessen, die Art Basel, statt.
Brauchtum
Basler Fasnacht
Die Basler Fasnacht ist die grösste Fasnacht der Schweiz und gleichzeitig die einzige protestantische Fasnacht der Welt. Beginn und zugleich Höhepunkt der Basler Fasnacht ist der Morgestraich, der am Montag nach Aschermittwoch, Morgens um vier Uhr in der Früh beginnt und nur von den Cliquen begangen wird. Trotz dieses ungewohnt frühen Auftakts zieht die Fasnacht jedes Jahr zehntausende Besucher an und geniesst weltweit grosse Bekanntheit. Die Fasnacht dauert drei Tage und Nächte und endet somit am Donnerstagmorgen um vier Uhr mit dem Endstreich. Während dieser 72 Stunden kann man auf den Strassen der Basler Innenstadt Cliquen, Guggenmusiken, Waggiswagen und Chaisen beobachten. Am Montag- und Mittwochnachmittag findet jeweils eine Parade aller Gruppen namens Cortège statt. Am Dienstagnachmittag ist die Kinder- & Familienfasnacht und Abends dann das grosse Guggen-Konzert. Zur Fasnacht gehören auch die kabarettistischen Schnitzelbänke in Baseldeutscher Sprache, die in den Bars und Restaurants der Stadt auftreten. Traditionelle Speisen zur Fasnacht sind die Mehlsuppe, die Ziibelewaie sowie die Käswaie.
Vogel Gryff
Abwechselnd im Turnus von drei Jahren, am 13., 20. oder 27. Januar, erlebt Basel alljährlich das Fest der Drei Ehrengesellschaften Kleinbasels (zum Rebhaus, zur Hären und zum Greifen). An diesem Tag treten die drei personifizierten Schildhalter Vogel Gryff, ein Greif in schwerem Schuppenpanzer, der Wild Maa, ein Tännchen schwingender Wilder Mann und der Leu, ein Löwe, auf. Sie ziehen durchs Kleinbasel und führen dabei immer wieder ihre traditionellen Tänze vor.
Sport
In Basel gibt es zahlreiche Sportclubs, vor allem im Fussball. Der FC Basel ist für viele der Fussballclub einer ganzen Region und er ist gleichzeitig der international erfolgreichste Fussballclub der Schweiz. Der EHC Basel spielt in der höchsten Eishockey-Liga der Schweiz. Die Fechtgesellschaft Basel ist eine der ältesten der Schweiz und brachte u. a. Olympiasieger Marcel Fischer hervor. Auch im Tennis gibt es Erfolge zu nennen, Roger Federer und Patty Schnyder stammen aus Basel, bzw. dem Baselbiet. Basel ist auch Schauplatz der Swiss Indoors, einem internationalen Tennisturnier der ATP-Tour. Der St. Jakob-Park ist regelmässig Schauplatz im internationalen Fussballgeschehen, so an der Fussball-Weltmeisterschaft 1954, der Fussball-Europameisterschaft 2008 bei Auftritten des FC Basel im internationalen Wettbewerben, den meisten Länderspielen der Schweizer Nationalmannschaft und 2004 als Spielort im Benefizspiel zwischen den „Zidane & Friends“ und „Ronaldo & Friends“. Des weiteren werden der St. Jakob-Park und die St. Jakobshalle für Konzerte genutzt.
Sportereignisse
In Basel haben namhafte Sportereignisse aller Kategorien stattgefunden, und es sind in naher Zukunft weitere geplant. Einige Beispiele seien hier kurz erläutert. 1954 war Basel einer von sechs Spielorten der Fussball-Weltmeisterschaft 1954. 1969 fand hier auch die 5. Gymnaestrada statt. Weiter war die St. Jakobshalle 1986 einer der Austragungsorte der Handball-Weltmeisterschaft, 1998 von Spielen der Eishockey-Weltmeisterschaft (Weltmeister = Schweden / Schweiz 4. Schlussrang) und war 2006 einer von fünf Austragungsorten der Handball-Europameisterschaft. Basel wurde als einer der Spielorte der Fussball-EM 2008 ausgewählt, weil das Stadion St. Jakob-Park bereits über die für einen solchen Grossanlass notwendige Infrastruktur verfügte. Im St. Jakob-Park fanden die drei Spiele der Schweiz (darunter das Eröffnungsspiel), zwei Viertel- und ein Halbfinale statt. Im Tennis ist Basel jeweils Schauplatz der Swiss Indoors. Seit 1991 ist die St. Jakobshalle der Austragungsort für die Swiss Open im Badminton. Basel ist Austragungsort der seit 2000 stattfindenden European Skateboard Championships, welche die Europameisterschaft im Skateboardfahren darstellt. Sie wird jährlich auf der Kunsteisbahn St. Margarethen ausgetragen.
Sportverbände und -clubs
Die UEFA wurde 1954 in Basel gegründet, und Basel ist weiter der Sitz der International Handball Federation Als namhafte Sportclubs sind zu erwähnen: der Ski-Club Basel (1904 gegründet und damit einer der ältesten Skiclubs der Schweiz), im Fussball einerseits der FC Basel, welcher in der Axpo Super League spielt und bereits elfmal Schweizer Meister wurde, dann der FC Concordia Basel früherer Nationalliga A-Teilnehmer, spielt aktuell in der Challenge League, der 3. bekannte Fussballverein ist der FC Nordstern Basel, der immerhin 3-facher Schweizer Vizemeister ist. Nummer 4 im Bunde sind die BSC Old Boys Basel, ihreszeichen ebenfalls ehemaliger Nationalliga A-Teilnehmer. Im Eishockey ist derzeit der EHC Basel als Vertreter der Region der einzige Eishockey-Club in der National League A (er wird die Saison 08/09 allerdings in der National League B bestreiten). Als einige Exoten sind zu nennen: der Judo Club Basel (1935 gegründet und somit einer der ältesten Judo Clubs in der Schweiz), der Basler Ruder-Club (1884 gegründet), der Unihockeyclub Basel Magic (Nationalliga A – Club) und schliesslich der Schachclub Birsfelden Beider Basel (Schweizergruppenmeister 2006).
Herausragende Sportlerinnen und Sportler
Basel hat eine Reihe von Sportgrössen hervorgebracht. Aus der Stadt sind dies folgende Athleten: die Fussballer Gottfried Dienst, ehem. Fussballschiedsrichter und Karl Odermatt, ehem. Fussballer; Emil Handschin, ehem. Eishockeyspieler. Andere Sportgrössen wie der Fechter Marcel Fischer (Biel), Olympiasieger 2004, die Fussballnationalspieler Alexander Frei, Marco Streller und die Yakin-Brüder Murat und Hakan (Münchenstein), die Tennisspielerin Patty Schnyder (Bottmingen) sowie der Tennisspieler Roger Federer (Münchenstein) werden mit Basel in Verbindung gebracht, obschon sie eigentlich aus dem Kanton Basel-Landschaft stammen oder, wie Marcel Fischer, dort lange lebten.
Politik und Stadtgeschichte
Als Stadtgründer gilt Lucius Munatius Plancus (87 v. Chr.–15 v. Chr.), der nach dem in Gaeta aufgefundenen Grabstein im Jahre 44 v. Chr. die Kolonie Augusta Raurica (heute: Augst) gegründet hat. Die archäologischen Zeugnisse setzen allerdings bereits im Jahr 6 v. Chr. ein, weshalb die Gründung heute nicht mehr klar nachweisbar ist. Jakob Meyer zum Hasen wurde in 1482 Basel geboren und verbrachte sein ganzes Leben bis 1531 dort, dazu war er von 1516 bis 1521 Bürgermeister der Stadt. Bekannt wurde er, weil er der erste Bürgermeister aus den Reihen einer Zunft war und die Darmstädter Madonna bei Hans Holbein dem Jüngeren in Auftrag gab. Ein weiterer bedeutender Bürgermeister Basels war Johann Rudolf Wettstein (1582–1666), welcher in den Verhandlungen zum Westfälischen Frieden unaufgefordert die Position der Schweizer Eidgenossenschaft vertrat und 1648 die Loslösung der damaligen Schweiz vom Heiligen Römischen Reich deutscher Nation erreichte.
Wirtschaft
Marcel Ospel (* 8. Februar 1950) ist ein Schweizer Manager und Verwaltungsratspräsident der UBS. Er ist Bürger von Basel und bekannt für sein Einkommen, welches in den Schweizer Medien als sehr hoch gehandelt wird. Im Grounding-Skandal der Swissair hatte er die Rolle als Ansprechpartner der Banken inne.
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Neben Basel weitere Vertriebsschwerpunkte:
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Bochum
Bonn
Bremen
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Dortmund
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Erlangen
Essen
Frankfurt
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Hanau
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Karlsruhe
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Ludwigshafen
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