Bielefeld
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Referenzen unserer Kunden in Bielefeld:
Deutsche Bank, Bielefeld
Deutsche Telekom, Bielefeld
Verlag Playboy, Bielefeld
und viele andere große und kleine Kunden!
Wir Liefern folgende wichtige Werbeartikel, Werbemittel, Werbegeschenke:
Werbeartikel
Werbearmbanduhren
Werbekalender
Werbetassen
Werbeblumensamen
Werbetextilien
Werbeschreibgeräte
Werbespiele
Basisdaten
Bundesland: Nordrhein-Westfalen
Regierungsbezirk: Detmold
Landschaftsverband: Westfalen-Lippe
Status: Kreisfreie Stadt
Geografische Lage: 52° 1' N, 8° 31' O52.01666666678.516666666677Koordinaten: 52° 1' N, 8° 31' O
Höhe: 118 m ü. NN
Fläche: 257,8 km²
Einwohner: 324.912 [1](31. Dez. 2007)
Bevölkerungsdichte: 1.260 Einwohner je km²
Postleitzahlen: 33501–33739 (alt 4800)
Vorwahlen: 0521, 05202, 05203, 05205, 05206, 05208, 05209
Kfz-Kennzeichen: BI
Gemeindeschlüssel: 05 7 11 000
NUTS: DEA41
UN/LOCODE: DE BFE
Stadtgliederung: 10 Stadtbezirke
Hausanschrift der Stadtverwaltung: Niederwall 23
33602 Bielefeld
Website: www.bielefeld.de
Geschichte
Stadtgründung und Mittelalter (1214–1500)
Die erste Erwähnung der Stadt Bielefeld stammt aus dem Jahr 1214 und findet sich in einer Vertragsurkunde des Grafen Hermann von Ravensberg und des Klosters Marienfeld. Vorher befand sich an dieser Stelle eine Bauernsiedlung, die bereits 1015 als „Biliuelde“ erwähnt wurde, jedoch kaum Bedeutung hatte. Die neu gegründete Stadt sollte der Landessicherung dienen, da sie an der Südgrenze der Grafschaft Ravensberg lag. Außerdem war beabsichtigt, die Stadt zur Kaufmannsstadt und Hauptstadt der Grafschaft auszubauen. Aufgrund ihrer Lage an der Kreuzung mehrerer alter Handelswege und an einem wichtigen Pass über den Teutoburger Wald entwickelte sie sich schnell zum Wirtschafts- und Finanzzentrum der Grafschaft Ravensberg. Sie zog viele Kaufleute aus dem Umland und dem nahe gelegenen Münster an. Wie in der damaligen Zeit üblich, war auch Bielefeld durch Wassergräben und Mauern vom Umland abgetrennt. Man konnte nur tagsüber durch die Stadttore in die Stadt gelangen. Das Stadtbild wurde durch das damals wichtigste Handelszentrum der Stadt geprägt, den heutigen Alten Markt, sowie das Rathaus und die Altstädter Nicolaikirche. Ab 1293 entwickelte sich aufgrund des Baubeginns der Sparrenburg parallel neben der Altstadt die Neustadt. Sie beheimatete die Bauarbeiter der Sparrenburg und wuchs, anders als die Altstadt, ungeplant, hatte mit der Neustädter Marienkirche eine eigene Kirche und einen eigenen Rat. Auch die Neustadt verfügte über eine eigene Stadtmauer.
In der Neustadt gab es drei Siedlungskerne:
* Das Marienstift
* Die Handwerkersiedlung (heutige Breite Straße)
* Adelshöfe (heutige Kreuzstraße)
Nachdem die Ravensberger Grafen ausgestorben waren und es keine Nachkommen gab, fiel die Grafschaft und damit auch die Stadt Bielefeld im Jahr 1346 an die Grafschaft Berg (ab 1423 Jülich-Berg).
Frühe Neuzeit (1500–1700)
Im Jahr 1520 wurden die bis dahin eigenständigen Städte „Neustadt“ und „Altstadt“ zu einer Stadt vereinigt. Die nun geeinte Stadt konnte sich frei entwickeln, da sie weit entfernt vom Machtzentrum der neuen Machthaber (Jülich-Berg) lag. Ein wichtiger Schritt für die Stadt war der Beitritt zur Hanse Ende des 15. Jahrhunderts. Das begünstigte ab dem Ende des 16. Jahrhunderts die Entwicklung Bielefelds zur „Leinenstadt“, was in damaliger Zeit vor allem Leinenhandel bedeutete. Die Bauern des Ravenberger Landes bauten auf ihren für einen ausreichenden Getreideertrag zu kleinen Ackerflächen Flachs an und verarbeiteten ihn in Heimindustrie zu Leinwand. Dieses Leinen wurde in der Legge, einer Art Leinenbörse gesammelt und gehandelt. Daraus resultierte auch ein gewisser Wohlstand, von dem heute noch die Patrizierhäuser am Alten Markt zeugen. 1498 wurde am Jostberg ein Franziskanerkloster gegründet, doch schon 1507 zog dies aufgrund von Schwierigkeiten bei der Wasserversorgung an den heutigen Klosterplatz in die Altstadt. Dieses Kloster wurde 1829 aufgelöst. Am 30. Oktober 1612 ereignete sich ein schweres Erdbeben in der Stadt, das große Schäden anrichtete. Als Folge des Jülich-Klevischen Erbfolgestreites kam die Grafschaft Ravensberg mit Bielefeld erstmalig 1609 zum Kurfürstentum Brandenburg (in Bielefeld unterzeichneter „Recess“), endgültig allerdings erst 1666 im Erbvergleich von Kleve. Für das 1618 erworbene Herzogtum Preußen erhandelten sich die brandenburgischen Hohenzollern 1701 die Königswürde. Im Dreißigjährigen Krieg wurde die (abgesehen vom Kloster) lutherische Stadt von der spanischen Besatzung der oberhalb gelegenen Sparrenburg bombardiert.
Industrialisierung (1700–1900)
Im Jahr 1717 wurde in Bielefeld die erste Straßenbeleuchtung eingeführt. In der Regierungszeit Napoleons bildete der Johannisbach (1929-1973 Nordgrenze der Stadt Bielefeld) mit den anschließenden Flüssen Aa und Werre die Grenze zwischen dem Königreich Westphalen und dem Kaiserreich Frankreich, das damals auch die nordwestdeutsche Küstenregion umfasste. 1830 geriet die Leinenindustrie in eine schwere Krise, da in Irland mit der Produktion maschinell gewebter Stoffe begonnen wurde. Da konnte der handgesponnene Leinen qualitativ als auch quantitativ nicht mehr mithalten. Verschlimmert wurde die Situation der Einwohner Bielefelds neben der Krise auch durch eine Ernährungskrise im Jahr 1844. Als jedoch 1847 die Anbindung an die Cöln-Mindener Eisenbahn erfolgte, entwickelten sich rasch Fabriken, da nun Rohstoffe und fertige Waren in großen Mengen in die Stadt gelangen bzw. aus der Stadt geschafft werden konnten. Eine der größten Fabriken zur damaligen Zeit entwickelte sich 1854 mit der „Ravensberger Spinnerei“, die sich zur größten Flachsspinnerei Europas entwickelte. Schon im Jahr 1870 war Bielefeld das Zentrum der Textilindustrie in Deutschland. Hier befanden sich etwa 11 % aller Spindeln und Webstühle Deutschlands. Die Anknüpfung der Industrialisierung an ländliche Heimproduktion und die damit verbundene Herkunft der meisten Industriearbeiter aus bäuerlicher Nebenerwerbswirtschaft spiegelt sich in der Stadtstruktur: Man wohnte weder in Mietskasernen noch in planmäßig angelegten Siedlungen, sondern vorzugsweise in vom Westfalenhaus abgeleiteten freistehenden Häusern. So begann die Zersiedlung in und um Bielefeld schon lange vor der Massenmotorisierung. Am 1. Oktober 1878 wurde die Stadtgemeinde Bielefeld aus dem Kreis Bielefeld ausgegliedert und bildete seitdem einen Stadtkreis. Die Kreisverwaltung des Kreises Bielefeld blieb in der Stadt. Neben der Textilindustrie entwickelte sich auch der Maschinenbau, womit zum Ende des 19. Jahrhunderts keine Maschinen mehr importiert werden mussten. Auch heute noch ist Bielefeld der fünftgrößte Maschinenbaustandort Deutschlands. Die Nahrungsmittelindustrie entwickelte sich ebenfalls zum Ende des 19. Jahrhunderts. Mit dem Oetker-Konzern entstand einer der größten Nahrungsmittelhersteller Europas. Begonnen hat August Oetker in seiner Apotheke in der Niedernstraße mit dem Verkauf und Weiterentwicklung von Backpulver. Auch verkehrstechnisch entwickelte sich die Stadt weiter. 1900 fuhr die erste Straßenbahn, von Anfang an elektrisch. 1901 wurden die Bielefelder Kreisbahnen nach Schildesche, Werther und Enger eröffnet (Schmalspurbahn, stillgelegt im Februar 1954).
Entwicklung zur Großstadt (1900–1933)
Dank der florierenden Industrie stieg die Einwohnerzahl stark an. Daran konnte auch der Erste Weltkrieg nichts ändern. Der entscheidende Schritt in Richtung Großstadt aber waren die Eingemeindungen von 1930. In diesem Jahr wurden die bis dahin eigenständigen Gemeinden Schildesche, Sieker, Stieghorst sowie Teile von Heepen und Gadderbaum eingemeindet. Die Einwohnerzahl stieg von 89.719 im Jahr 1929 auf 129.963 nach den Eingemeindungen, womit Bielefeld zur Großstadt wurde.
Nationalsozialismus und II. Weltkrieg (1933–1945)
Als im Jahr 1933 die Nationalsozialisten an die Macht kamen, wurde wie in anderen deutschen Städten auch, der regierende Oberbürgermeister durch einen Mann aus der NSDAP ersetzt. In Bielefeld wohnten 900 Juden, und die Stadt verfügte über eine prächtige Synagoge mit einer weithin sichtbaren Kuppel. Diese wurde 1938 in der Reichspogromnacht zerstört. Die meisten der in Bielefeld lebenden Juden kamen in Vernichtungslagern ums Leben (siehe z.B. Tana Berghausen und Ruben Baer). Nur wenige überlebten die Lager oder hatten rechtzeitig ins Ausland fliehen können. Die Stadt war außerdem Sitz einer übergeordneten Gestapostelle, von der aus Massendeportationen für die Länder Lippe, Schaumburg-Lippe und für den Regierungsbezirk Minden organisiert wurde. Mit Beginn des Zweiten Weltkrieges stellte sich die Industrie in der Stadt auf die Rüstung um. Da immer mehr Männer aufgrund des Krieges eingezogen wurden, mangelte es recht schnell an Arbeitern. Infolgedessen wurden insgesamt 14.721 Menschen, überwiegend Ukrainerinnen und Polen, in die Region Bielefeld verschleppt und zur Zwangsarbeit verpflichtet. Die ersten Bombenangriffe auf Bielefeld fanden im Juni 1940 statt, richteten jedoch keinen großen Schaden an. Der größte Bombenangriff auf die Stadt ereignete sich am 30. September 1944. Bei diesem Angriff kamen 649 Menschen ums Leben und der Großteil der Altstadt wurde zerstört. Während der Krieg vor diesem Zeitpunkt in Bielefeld recht ruhig verlief, brach nun Chaos aus, da ein großer Teil der Infrastruktur zerstört wurde. Insgesamt kamen in Bielefeld 1.347 Menschen durch Bombenangriffe ums Leben. Allerdings sind hier jene Toten, die im Landkreis durch Bombenangriffe starben, nicht mitgezählt. Es wurden 15.688 Wohnungen beschädigt oder zerstört. Die Stadt wurde am 4. April 1945 weitgehend kampflos an US-amerikanische Truppen übergeben.
Wiederaufbau (1945–1960)
Die Zeit nach dem Krieg war durch eine große Aufbruchstimmung geprägt. Viel zerstörte historische Bausubstanz wurde durch moderne Bauten ersetzt, die der Stadt ein völlig neues Gesicht gaben. Die Einwohnerzahl stieg durch den Zustrom von Ostvertriebenen sprunghaft an. 1955 betrug sie schon 155.000. Bielefeld übernahm Patenschaften für die Städte Gumbinnen/Ostpreußen (heute Gussew, Russland), Wansen/Schlesien (heute Wiazów, Polen), Münsterberg/Schlesien (heute Ziebice, Polen). Die Textilindustrie verlor immer mehr an Bedeutung, und die Stadt entwickelte sich, wie fast alle Großstädte, zu einem Dienstleistungszentrum. Bielefeld wurde außerdem eine Garnisonstadt der britischen Rheinarmee.
Jüngere und aktuelle Entwicklungen (1960 bis heute)
Im Jahr 1969 wurde die Universität Bielefeld, die einzige in der Region Minden-Ravensberg, gegründet. Seitdem bevölkert zunehmend auch studentisches Publikum die alte Leineweberstadt. 1973 wurden infolge des Bielefeld-Gesetzes der Kreis Bielefeld und die kreisfreie Stadt Bielefeld aufgelöst und (mit Ausnahme weniger Gebiete) zur „neuen“ kreisfreien Stadt Bielefeld zusammengefasst. Die Einwohnerzahl stieg auf über 300.000 an. Verkehrstechnisch war das Jahr 1991 besonders wichtig, da es seitdem ein modernes Stadtbahnsystem, die Stadtbahn Bielefeld, mit unterirdischen Innenstadttunneln gibt. Betrieben wird die Stadtbahn seitdem von der moBiel GmbH, einer Ausgliederung aus den Stadtwerken Bielefeld.
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