Manner Markenartikel
Zu den von uns Vertriebenen Markenartikeln zählt auch das Sortiment des Herstellers Manner.

Manner ist der Familienname des Unternehmensgründers der Josef Manner
& COMP. AG – einer Wiener Süßwarenfabrik.
Manner ist jedoch auch eine Marke der Josef Manner & COMP. AG. Das
bekannteste Produkt des umfangreichen Portfolios der Marke Manner ist
die mit dem alliterierenden Werbespruch Manner mag man eben beworbene
Manner Schnitte (Waffel/Schnitten mit Haselnusscreme).
Produktionsstätten befinden sich in Wien (17. Gemeindebezirk),
Wolkersdorf (Niederösterreich) und Perg (Oberösterreich).
Geschichte
Josef Manner betrieb ein kleines Geschäft am Stephansplatz in Wien, in dem er Schokoladen
und Feigenkaffee verkaufte. Da ihn die Qualität der Schokolade seines
Lieferanten nicht zufriedenstellte, erwarb Manner die Konzession und das
Lokal eines kleinen Schokoladenerzeugers und gründete am 1. März 1890
die „Chocoladenfabrik Josef Manner“. Als Logo für seine Firma verwendete
Manner den Wiener Stephansdom.
Das stetig wachsende, im Wiener Bezirk Hernals beheimatete, Unternehmen
hatte bereits 1897 mehr als 100 Mitarbeiter und nach der
Jahrhundertwende setzte sich der Erfolg durch die Modernisierung der
Produktion und der damit verbundenen Preisereduktion weiter fort.
Heute ist die inzwischen zur Aktiengesellschaft umgewandelte „Josef
Manner & Comp. AG“ Österreichs größter Süßwarenproduzent. Zur Firma
Manner gehören die Markennamen Ildefonso (Nougatwürfel), Napoli (Dragee
Keksi, Lebkuchen Brezerl), Casali (Rum-Kokos, Schokobananen), Viktor
Schmidt (Austria-Mozartkugeln), Heller (Pralinen, Schokobananen,
Negerbrot etc.), Ildefonso stammte ursprünglich ebenso von Viktor
Schmidt & Söhne und wurde 2000 von Manner gekauft. Daneben wurden
auch Walde-Waffeln von Manner gekauft und die Cremeschnittenfabrik
„Candita“ in Wolkersdorf/Weinviertel, rund 15 Autominuten nördlich von
Wien, der Namen zwar nicht fortgeführt, wohl aber wird die Fabrik
weitergeführt.
Zur Jahrtausendwende wurde die Marke einem internationalen Publikum
zugänglich unter anderem durch Product Placements im Hollywoodfilm
Terminator 3 sowie in der weltweit bekannten Fernsehserie Friends.
2005 sorgte die Ankündigung des österreichischen Bundesdenkmalamts für
Aufsehen, das Manner-Gebäude an der Wilhelminenstraße 6 in Wien/Hernals
unter Denkmalschutz stellen zu wollen. Die Firmenleitung entgegnete
nämlich, dass eine Verlegung der Produktionsstätte aus wirtschaftlichen
Gründen die Folge wäre. Das würde bei einem Großteil der Wiener
Bevölkerung zweifelsfrei Empörung auslösen in Anbetracht der Symbolkraft
der Marke und der geschichtlichen Verbundenheit mit der Stadt.
Ähnlich wie Julius Meinl am Graben betreibt Manner seit Juli 2004 einen
Flagshipstore direkt am Stephansplatz 7, beim Erzbischöflichen Palais.
Den Flagshipstore am Wiener Flughafen gibt es seit Juni 2006, zwei
weitere öffneten ihre Tore Mitte Dezember 2007 in München. Mit dem Ziel
den Umsatz in dem mit Abstand wichtigsten Auslandsmarkt Deutschland von
20 Mio Euro (2007) auf 40 Mio Euro im Jahr 2010 zu verdoppeln, besitzt
Manner seit 2006 eine eigene Vertriebstochter in Köln. Der Gesamtumsatz von Manner lag 2006 bei 136 Mio Euro wobei im selben Jahr nur ein Gewinn von 84.733 Euro erzielt wurde.
Original Manner Neapolitaner Schnitten
Die Original Manner Neapolitaner Schnitte wurde 1898 erstmals als
„Neapolitaner Schnitte No. 239“ urkundlich erwähnt. Die Haselnüsse für
die Fülle aus Zucker,
Haselnüssen, Kokosfett und Kakaopulver kamen nämlich aus der Gegend um
Neapel. Die Größe 47 × 17 × 17 Millimeter war mundgerecht bemessen, vier
Lagen Streichmasse zwischen fünf Lagen Waffel, das Gesamtgewicht
beträgt 7,5 Gramm pro Schnitte. Dieses Format und die Grundrezeptur
haben sich bis heute bewährt.
Anfangs wurden die Schnitten lose verkauft, damit sich alle Bürger
wenigstens hin und wieder eine Schnitte leisten konnten. Ab 1924 wurden
die Manner Schnitten in den bekannten zwei Fünferreihen angeboten,
anfangs in einer Faltschachtel, ab 1960 in einer aromasicheren
Verpackung aus dichter Doppel-Aluminium-Folie mit dem typischen roten
Aufreißfaden.
Sonstiges
Am 16. Oktober 2008 erschien in Österreich eine Manner Briefmarke. Diese
zeigt ein klassisches Werbemotiv aus den 50er Jahren mit dem damaligen
Werbeslogan "... so gut". Die Auflagenhöhe betrug 500.000 Stück. Der
Wert der Marke ist 0.55 Euro.




